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Ablösewert

Der Ablösewert ist buchhalterische Wert eines Gutes während der Vertragslaufzeit. Er weicht oft vom tatsächlichen Marktwert ab, bedingt durch die Differenz zwischen monatlicher Tilgung durch die Leasingrate und dem tatsächlichem Wertverlust.

 

Ablösung

Eine Ablösung ersetzt einen bestehenden Kredit durch ein neuen Kredit, auch Umschuldung genannt.

 

Abnahmeverpflichtung

Der Kreditnehmer verpflichtet sich, innerhalb einer bestimmten Abnahmefrist einen Kredit auszahlen zu lassen.

 

Abschreibung

Auch AfA genannt (Absetzung für Abnutzung). Die Abschreibung bezeichnet die Wertminderung eines Wirtschaftsgutes (z.B. eines Gebäudes, Autos), die mit einem bestimmten Prozentsatz jährlich als steuerlicher Verlust geltend gemacht werden kann.

 

Abtretung

Bei der Abtretung wird ein Recht (z.B. das Einkommen) auf einen neuen Gläubiger (Darlehensgeber, Bank) übertragen. Im Falle von Zahlungsschwierigkeiten kann der neue Gläubiger von der Abtretung Gebrauch machen und das Einkommen pfänden.

 

Allgemeine Darlehensbedingungen

Die allgemeinen Darlehensbedingungen sind die schriftlich verfassten Vertragsbestimmungen des Kreditgebers.

 

Amortisation

Amortisation bedeutet regelmässig anfallende Leistungen des Kreditnehmers zur Rückzahlung eines Darlehens. Auch Jahresleistung genannt.

 

Andienungsrecht

Eine Leasinggesellschaft hat das Recht, einem Leasingnehmer zum Vertragsende das Auto zum Kauf anzubieten (anzudienen).

 

Anfänglicher effektiver Jahreszins

Wenn der effektive Jahreszins aufgrund möglicher Änderungen des Zinssatzes oder anderer preisbestimmender Bestandteile des Vertrags während der Laufzeit des Kredites nicht ermittelt werden kann, nennt man diesen bei solchen Verträgen den "anfänglichen effektiven Jahreszins".

 

Anschaffungskosten

Anschaffungskosten sind aus steuerlicher Sicht alle Kosten, die beim Erwerb eines Wirtschaftsgutes anfallen. Bei dem Kauf eines Hauses bestehen diese zum Beispiel aus dem Kaufpreis des Hauses (nicht jedoch der Grundstückspreis), sowie aus Maklerprovision, Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchgebühren.

 

Annuität

Eine Annuität (Jahresleistung) setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Diese ist eine gleichbleibende regelmässig wiederkehrende Zahlung, mit der ein Kredit zurückgezahlt wird.

 

Annuitätendarlehen

Ein Annuitätendarlehen (Amortisations- oder Tilgungsdarlehen) ist ein Darlehen mit einer gleichbleibenden Jahresleistung (Annuität). Diese wird in gleichbleibenden jährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Teilbeträgen gezahlt. Der Kreditnehmer zahlt bei dem Annuitätendarlehen bis zur vollen Rückzahlung des Darlehens eine gleichbleibende zu vereinbarende Jahresleistung, die sich aus dem Zins- und Tilgungssatz des Darlehens (Nominalbetrag) in Prozent errechnet. Mit zunehmender Tilgung steigt der Abteil der Tilgung und der Zinsanteil verringert sich.

 

Anschlussfinanzierung

Nach Ablauf eines Kreditvertrages ist es möglich, ohne Zeitdifferenz einen weiteren Vertrag mit eventuell anderen Konditionen abzuschliessen.

 

Anzahlung

Eine Anzahlung reduziert die monatlichen Raten, da sie den Darlehensbetrag verringert. Als Anzahlung sind Barleistungen und Sachwerte möglich, insbesondere gebrauchte Fahrzeuge , die in Zahlung genommen werden. In Abhängigkeit der Bonität des Darlehensnehmers oder der Finanzierungsvariante kann eine Anzahlung sogar zwingend erforderlich sein.

 

Auflassung

Die Auflassung ist eine Einigung über die Übereignung des Eigentums zwischen Käufer und Verkäufer einer Immobilie. Erst die Auflassung und Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch bewirken den Eigentumsübergang.

 

Auflassungsvormerkung

Unter einer Auflassungsvormerkung versteht man einen Eintrag im Grundbuch, die dem Grundstückskäufer die Übertragung des Eigentums zusichert und schliesslich mit der endgültigen Eintragung als neuer Eigentümer endet.

 

Aufwendungsdarlehen

Der Staat fördert den Wohnungsbau durch finanzielle Zuschüsse. Hierzu zählen insbesondere steuerliche Vergünstigungen in Form von Abschreibungen sowie laufende Zuschüsse (Aufwendungszuschüsse). Der Wohnungsbau wird ebenfalls durch zinsgünstige Darlehen (Aufwendungsdarlehen) oder auch Bürgschaften unterstützt. Allerdings sind die meisten Begünstigungen an festgesetzte Einkommensgrenzen gebunden.

 

Auszahlungsvoraussetzung

Banken zahlen ein Darlehen erst dann aus, wenn alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind. Das sind insbesondere vollständig unterzeichnete Darlehensverträge, die Eintragung der Grundpfandrechte an vereinbarter Rangstelle im Grundbuch und andere verlangte Urkunden und Nachweise, wie zum Beispiel ein Bauschein.

 

Avalgebühr

Die Avalgebühr stellt eine Bürgschaftsgebühr dar und ist ein zusätzlicher Kostenfaktor eines Darlehens.

Bagatellkredit

Ein Bagatellkredit ist ein Kredit, der unter 200,00 € liegt. ( früher 400,00 DM )

 

Barkredit

Barkredite werden von Banken als Kontokorrentkredite oder Darlehen vergeben.

 

Basisfinanzierung

Durch die Basisfinanzierung erfolgt der Eigentumserwerb an einem Gut über ein Darlehen, gestreckt über einen längeren Zeitraum. Der Kunde möchte das Fahrzeug mit Hilfe einer Finanzierung zu günstigen Zinssätzen und festen Monatsraten erwerben. Am Ende der Vertragslaufzeit, mit Überweisung der letzten Rate, gehört das Fahrzeug dem Kunden.

 

Baudarlehen

Baudarlehen werden neben Banken, Bausparkassen und staatlichen Institutionen auch von Versicherern vergeben. Diese gewähren ein durch eine Hypothek abgesichertes Darlehen.

 

Baufortschritt

Die Auszahlung der einzelnen Teilbeträge eines Darlehens richtet sich bei Neubauten sowie umfassenden Sanierungen nach dem Baufortschritt.

 

Baukosten

Unter Baukosten versteht man die Gesamtsumme an Kosten, die von Eigen- und/oder Fremdkapital gedeckt werden müssen. Hierbei unterscheidet man Erwerbs- oder Anschaffungskosten bei dem Kauf von bereits fertigen Gebäuden von den Herstellungskosten eines Neubaus. Die Erwerbs- oder Anschaffungskosten beinhalten den (angemessenen) Kaufpreis, die kompletten Renovierungs- sowie Modernisierungskosten und sonstige Nebenkosten wie z. B. Notar-, Gerichts- und Maklerkosten. Die Herstellungskosten lassen sich aufgliedern in die Grundstückskosten inklusive der Erschließungskosten, die Kosten für den kompletten Bau, die Baunebenkosten (z. B. Architekten- und Ingenieurkosten, Kosten für die Begrünung der Außenanlagen sowie sonstige Nebenkosten (siehe Erwerbskosten). Allerdings bezeichnet man im Steuerrecht Herstellungskosten nur als diejenigen Kosten, von denen Abschreibungen zulässig sind.

 

Baunebenkosten

Die Baunebenkosten umfassen alle Kosten, die über die Bau- und Grundstückskosten hinausgehen. Hierzu zählen überwiegend Honorare, Gebühren, Bauversicherungs- sowie Finanzierungskosten.

 

Bearbeitungsgebühr

Die Bearbeitungsgebühr ist eine vom Kreditinstitut einmalig erhobene Gebühr für die Bearbeitung des Darlehensantrages. Hierbei handelt es sich meistens um einen festgelegten Prozentsatz des Kreditvolumens, der üblicherweise vor der Auszahlung des Kredites abgezogen wird.

 

Bedingungen

Hierin führt das Kreditinstitut alle Bedingungen auf, zu denen es Darlehen zur Verfügung stellt. Generell beinhalten die Bedingungen den Nominalzins, den Auszahlungskurs, die Dauer der Zinsfestschreibung, den Tilgungssatz und den Tilgungsbeginn (Tilgung), die Bereitstellungszinsen sowie die Bearbeitungsgebühren. Neben den Bedingungen sind die Allgemeinen Darlehensbedingungen wichtig, die eine Regelung der sonstigen Rechtsbeziehungen zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer beinhalten.

 

Bedingungsanpassung

Banken garantieren bei Darlehen für mehrere Jahre einen festen Zins. Vor Ablauf dieser Zinsfestschreibung müssen für einen weiteren Zeitraum neue Konditionen festgelegt werden. Hierbei unterbreitet das Kreditinstitut dem Darlehensnehmer ein Angebot, dass sich nach dem aktuellen Kapitalmarktzins richtet. Falls der Darlehensnehmer nicht mit diesem Angebot einverstanden ist, muss er den fälligen Restbetrag an das Institut zurückzahlen. Normalerweise lässt der Darlehensnehmer den Restbetrag dann durch ein anderes Unternehmen finanzieren (Umschuldung). Die Bedingungsanpassung wird häufig auch als Zinsanpassung oder Prolongation bezeichnet.

 

Belastung

Vor einer Kreditgewährung wird die laufende Belastung für den Kunden ermittelt. Diese ist bei Banken unterschiedlich hoch und hängt von Faktoren wie der Einkommenshöhe und somit dem verbleibendes Einkommen für den Lebensunterhalt, dem gewohnten Lebensstandard und davon ab, ob mit dem Einkommen in der Zukunft sicher gerechnet werden kann.

 

Beleihungsgrenze

Die Beleihungsgrenze gibt an, wieviel Prozent der Immobilie mit Fremdkapital finanziert werden können. Diese beträgt in der Regel zwischen 45 und 80 Prozent.

 

Beleihungsobjekt

Als Beleihungsobjekt werden Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen bezeichnet, die als Sicherheit für eine Baufinanzierung dienen können.

 

Beleihungsunterlagen

Die Beleihungsunterlagen sind für die Prüfung eines Beleihungsobjektes erforderlich. Die Unterlagen bestehen aus Lichtbildern, Flurkarte, Baubeschreibung, Grundrisse, Wohnflächenberechnung und umbauter Raum, Grundbuchauszug, Feuerversicherungsnachweis, Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen.

 

Bereitstellungszinsen

Bereitstellungszinsen fallen zwischen dem Zeitpunkt der Darlehenszusage und der Auszahlung an. Das Kreditinstitut muss den Kreditbetrag bereits bei der Darlehenszusage durch Verkauf von Pfandbriefen beschaffen und für diese selbst Zinsen zahlen.

 

Bonität

Die Prüfung der Bonität (Kreditwürdigkeit) wird aufgrund gesetzlicher Vorschriften sowie im Interesse des Kunden bei der Kreditentscheidung durch die Bank durchgeführt. Hierbei wird ermittelt, ob er nach dem Abzug der Lebensführungskosten von seinem Einkommen noch in der Lage ist, die Kreditkosten (Belastung) zu tragen. Ebenfalls werden bei der Schufa Auskünfte eingeholt, um sich ein Bild über das bisherige Verhalten des Kunden angesichts seinen eingegangenen Verpflichtungen zu machen.

 

Bonitätsprüfung

Prüfung der Zahlungsfähigkeit/Kreditwürdigkeit eines Kunden, die vor jedem Vertragsabschluss erfolgt. Es fließen unter anderem Einnahmen und Ausgaben, liquide Mittel und sonstige Vermögenswerte in die Prüfung mit ein. Außerdem kann in einem Schuldnerverzeichnis oder bei der Schufa Auskunft über nicht bezahlte Rechnungen und Mahnverfahren in der Vergangenheit eingeholt werden.

 

Bonitätsunterlagen

Für die Bonitätsprüfung und die damit verbundene Kreditentscheidung benötigt das Kreditinstitut bestimmte Unterlagen. Von Angestellten und Arbeitern werden die letzten Gehaltsabrechnungen, die letztmöglichen Einkommenssteuerbescheide sowie Einkommenssteuererklärungen (Einkommensnachweise), Bankguthaben, Immobilien, Lebensversicherungen u.ä. sowie Verbindlichkeitsnachweise über bereits bestehende Kredite eingefordert. Bei Selbständigen werden zusätzlich die Unterlagen über Einnahmen bzw. die Überschussrechnung, Jahresabschlüsse, Handelsregisterauszug und der Gesellschaftervertrag benötigt.

 

Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich eine Privatperson gegenüber dem Darlehensgeber, für die Erfüllung der Verpflichtungen des Darlehensnehmers einzustehen. Üblicherweise verlangt der Darlehensgeber eine sogenannte selbstschuldnerische Bürgschaft, das heisst der Bürge kann in Anspruch genommen werden kann, ohne dass die Zahlungsunfähigkeit des Hauptschuldners feststehen muss.

 

Bürgschaftsgebühr

Wird bei der Wohnungsbaufinanzierung eine Bürgschaft eingesetzt - vor allem durch Kreditinstituten - erhebt der Bürge in der Regel eine einmalige oder laufende Bürgschaftsgebühr (Avalgebühr) für die Übernahme des Risikos sowie den Prüfungs- und Verwaltungsaufwand. Diese stellt der Bürge dem Darlehensnehmer in Rechnung.


Damnum

Das Damnum (oder auch Disagio) ist eine Zinsvorauszahlung, die vom eigentlichen Rückzahlungsbetrag des Darlehens (Nominalbetrag) vor der Auszahlung des Darlehens einbehalten wird und somit den tatsächlichen Auszahlungsbetrag um bis zu 10 Prozent mindert. Hierdurch wird allerdings der Darlehensnominalzins entsprechend niedriger. Das Damnum lohnt sich allerdings nur für den Käufer oder den Bauherren einer vermieteten Immobilie, da er im Gegensatz zum Eigenheimbesitzer den Abschlag steuerlich absetzen kann.

 

Darlehensantrag

Beim Darlehensantrag müssen die vollständigen Unterlagen zur Prüfung der Bonität sowie die Beleihungsunterlagen vorgelegt werden.

 

Darlehensbedingungen

Die Darlehensbedingungen der Kreditinstitute legen insbesondere die Höhe des Zinssatzes und des Auszahlungsbetrages, die Dauer der Zinsbindung, und die Art und Höhe der Tilgung fest.

 

Darlehensgeber

Die Darlehensgeber sind in der Regel Banken und Kreditinstitute. Sie stellen ein Darlehen gegen eine Verzinsung dem Kunden zur Verfügung.

 

Darlehensgesamtbetrag

Der Darlehensgesamtbetrag ist der Betrag, den der Darlehensnehmer der Bank schuldet.

 

Darlehensnehmer

Der Darlehensnehmer ist der direkte Vertragspartner der Bank. Er unterschreibt den Darlehensvertrag und bekommt in der Regel auch das Darlehen ausgezahlt.

 

Debitkarte

Die Debitkarte ist eine Kreditkartenform, die im Vergleich zu einer Kreditkarte gleich den gezahlten Betrag vom Girokonto abbucht. Praktisch kann die Debitkarte jeder beantragen. Die EC-Karte ist die bekannteste Debitkarte und dient dazu, Geld vom Girokonto am Geldautomaten oder beim bargeldlosen Bezahlen in einem Geschäft abzubuchen. Es wird vor dem Bezahlen immer auf die nötige Deckung überprüft und erst nach der erfolgreichen Prüfung ist die Belastung der Debitkarte möglich. Zur Sicherheit vor Missbrauch durch Dritte sind Debitkarten durch einen PIN-Code geschützt.

 

Dingliche Sicherheiten

Die dinglichen Sicherheiten sind Eintragungen des Kreditinstitutes in das Grundbuch der Immobilie.

 

Disagio

Das Disagio (siehe auch Damnum) stellt eine Zinsvorauszahlung dar, die vom eigentlichen Rückzahlungsbetrag des Darlehens (Nominalbetrag) vor der Auszahlung des Darlehens einbehalten wird und somit den tatsächlichen Auszahlungsbetrag um bis zu 10 Prozent mindert. Dadurch wird der Darlehensnominalzins dann entsprechend niedriger. Das Disagio lohnt sich allerdings nur für den Käufer oder den Bauherren einer vermieteten Immobilie, da er im Gegensatz zum Eigenheimbesitzer den Abschlag steuerlich absetzen kann.

Effektivzins

Banken verringern die Restschuld des Darlehens nicht sofort um die eingehende Tilgungsrate. So wird dieser Abschlag lediglich einmal im Monat, im Quartal oder einmalig am Jahresende berücksichtigt. Deshalb muss der Kreditnehmer also Zinsen für Schulden zahlen, die er bereits getilgt hat. Daraus wird der effektive Jahreszins errechnet. Dieser ist demnach der wirkliche Zinssatz, nicht der Nominalzins. Generell muss die Bank den Effektivzins immer mit angeben. Der effektive Jahreszins setzt sich zusammen aus Zinsen pro Jahr sowie der Bearbeitungsgebühr.

 

Eigenkapital

Grundsätzlich sollte der Kreditnehmer über Eigenkapital verfügen. Je höher der Anteil des Eigenkapitals ist, desto geringer sind die finanziellen Risiken und die monatliche Belastung. Die Höhe des Eigenkapitals sollte mindestens 20 - 30 Prozent betragen. Als Eigenkapital werden sämtliche kurz- bis mittelfristig verfügbaren Geldmittel und Anlagen gezählt, zum Beispiel Aktien, Fonds, Sparguthaben, Festgelder. Bereits bestehende Verbindlichkeiten müssen bei der Ermittlung des Eigenkapitals von den bestehenden Vermögenswerten abgezogen werden.

 

Eigenleistungen

Eigenleistungen sind persönliche Arbeitsleistungen, durch die Lohnkosten für Handwerker und Arbeiter eingespart werden können. Eigenleistungen können Eigenkapital jedoch nur bedingt ersetzen.

 

Eilkredit

Bei einem Eilkredit wird der Kreditantrag wie bei einem Sofortkredit innerhalb sehr kurzer Zeit (bestenfalls ein - zwei Tage) bearbeitet, durchgeprüft und die Kreditsumme ausgezahlt. Voraussetzung für die schnelle Auszahlung ist u.a., dass alle angeforderten Unterlagen der Bank vollständig vorliegen.

 

Einkommensnachweise

Die Einkommensnachweise umfassen Gehaltsbescheinigungen, Einkommensteuerbescheide, Bilanzen mit Gewinn- und Verlustrechnung sowie andere Einkommensnachweise, wie zum Beispiel Rentenbescheide. Innerhalb der Bonitätsprüfung dienen Einkommensnachweise zur Ermittlung der tragbaren monatlichen Belastung.

 

Endfälliges Darlehen

Bei einem endfälligen Darlehen muss der gesamte Darlehensbetrag zum Zeitpunkt der Endfälligkeit in einer Summe vollständig beglichen werden. Deshalb bleiben die Zinszahlungen während der Gesamtlaufzeit des Darlehens konstant auf einem Niveau. Zur Tilgung sind in der Regel fällige Lebensversicherungen oder zuteilungsreife Bausparverträge geeignet.

 

Erstrangige Hypothek

Eine erstrangige Hypothek ist eine Grundschuld oder Hypothek, die an erster Stelle im Grundbuch eingetragen ist. Beläuft sich die Hypothek dabei auf weniger als 60% des Beleihungswertes, spricht man von einer 1a-Hypothek. Bei erstrangigen Hypotheken erhalten die Darlehensnehmer meistens den günstigsten Zinssatz, da bei einer eventuellen Verwertung zuerst der Gläubiger befriedigt wird, der an erster Stelle im Grundbuch steht.


Fazilität

Beschreibt die Kreditmöglichkeit sowie die Kredithöhe (Kreditlimit), die eine Bank ihrem Kunden zugesteht. Auf internationaler, ökonomischer Ebene bezeichnen Fazilitäten die Zugriffsmöglichkeiten der verschiedenen nationalen Währungsbehörden auf Devisenkredite (Kreditfazilitäten) internationaler Währungsbehörden (z. B. des Internationalen Währungsfonds).

 

Festzinshypothek

Die Festzinshypothek basiert auf Konditionen (zum Beispiel Zinsfestschreibung), die die Bank für einen bestimmten Zeitraum zusichert. Im Gegensatz hierzu können sich die Zinsen bei einem Gleitzinsdarlehen jederzeit ändern.

 

Finanzierung

Unter Finanzierung versteht man den Eigentumserwerb an einem Gut (Wohnung, Auto) über ein Darlehen. Am Ende der Vertragslaufzeit, mit der vollständigen Begleichung des Darlehens, gehört dieses Gut dann dem Kunden.

 

Finanzierungsplan

Der Finanzierungsplan besteht aus einer Liste der vollständigen Herstellungs- oder Erwerbskosten sowie des zur Finanzierung notwendigen Eigen- und Fremdkapitals. Nach Feststellung der Gesamtkosten wird der Finanzierungsplan erstellt, der sowohl das vorhandene Eigenkapital als auch die Fremdmittel ( Darlehen), aufführt. Der Finanzierungsplan zeigt die Differenz zwischen Gesamtkosten und Eigenkapital auf. Die dort ausgewiesene Differenz entspricht dem Kreditbedarf, der in voller Höhe aufgenommen werden muss, um den Finanzierungsbedarf zu sichern.

 

Forward-Darlehen

Falls ein Darlehen in absehbarer Zeit ausläuft, kann man sich bereits den gegenwärtigen Zinssatz für die nächsten Jahre sichern. Das eigentliche Darlehen bleibt unverändert bestehen und wird am Ende der Zinsbindung vom Forward-Darlehen weitergeführt. Allerdings sind für das Forward-Darlehen bereits ab dem Tag des Vertragsabschlusses Zinsen zu zahlen. Man sollte daher genau überprüfen, ob sich die Kosten des Forward-Darlehens im Gegensatz zu einer Vorfälligkeitsentschädigung bei der vorzeitigen Darlehensablösung lohnen.

 

Freistellungserklärung

Beim Bau von Eigentumswohnungen durch einen Bauträger sichert sich die Bank des Bauherren meistens durch eine Grundschuld an allen Eigentumswohnungen ab. Erwirbt ein Käufer bereits vor Fertigstellung eine deren Eigentumswohnungen, so muss er bereits erste Teilzahlungen vom Gesamtverkaufpreises tätigen. Allerdings ist der Bauträger durch die sog. Makler- und Bauträgerverordnung verpflichtet, Teilzahlungen nur dann entgegenzunehmen, wenn durch eine entsprechende Freistellungserklärung seiner Bank garantiert ist, dass die betreffende Eigentumswohnung nach Begleichung des Gesamtverkaufpreises von dieser Grundschuld freigestellt wird.

 

Fremdkapital

Das Fremdkapital setzt sich aus Darlehen zusammen, die von Banken zur Verfügung gestellt werden.

Gebäudewert

Der Gebäudewert sowie der Bodenwert bestimmen den Beleihungswert einer Immobilie.

 

Geldbeschaffungskosten

Geldbeschaffungskosten sind zum Beispiel Bearbeitungsgebühren, Notar- und Grundbuchkosten, und weitere. Diese Kosten entstehen bei der Aufnahme eines Darlehens.

 

Gesamtschuldner

Wenn mehrere Darlehensnehmer ein Darlehen aufnehmen, ist jeder einzelne zur vollen Rückzahlung des Darlehens verpflichtet. Das Kreditinstitut kann hierbei den in Anspruch genommenen Gesamtschuldnern beliebig wählen, darf allerdings die Leistung nur einmal verlangen.

 

Gewerbedarlehen

Gewerbedarlehen werden langfristig für gewerblich genutzte Objekte wie Büro- und Geschäftshäuser, Lagergebäude, Werkstatt- und Fabrikgebäude, vergeben.

 

Grundbuchauszug

Der Grundbuchauszug ist eine vollständige Abschrift aller zu einem Grundstück bestehenden Grundbucheintragungen. Dem Darlehensgeber muss der Grundbuchauszug vorgelegt werden, damit die richtige Eintragung der Rangfolge einer Grundschuld nachgewiesen werden kann. (Auszahlungsvoraussetzungen)

 

Grunderwerbsteuer

Bei dem Kauf einer Immobilie berechnet der Staat eine Grunderwerbsteuer von 3,50 Prozent des Kaufpreises.

 

Grundpfandrecht

Durch Hypotheken oder Grundschulden werden Grundpfandrechte in das Grundbuch eingetragen. Hierdurch kann der Begünstigte Zahlungen aus der Immobilie zu fordern. (Grundschuld)

 

Grundschuld

Banken, Versicherungen oder Bausparkassen sichern ihre Darlehen durch eine Grundschuld ab. Durch das Grundpfandrecht wird der Anspruch des Instituts in das Grundbuch bei dem jeweiligen Amtsgericht eingetragen.

 

Grundschuldbestellung

Bei einem Notar kann/muss der Immobilieneigentümer die Belastung seines Grundstücks (Grundschuld) bestellen. Diese wird dann in das Grundbuch eingetragen.


Hypothek

Die Hypothek beschreibt eine rechtliche Absicherung eines Kreditgebers gegenüber dem Kreditnehmer und wird im Grundbuch der Stadt oder Gemeinde eingetragen. Bei einer Hypothek wird das eigene bebaute oder unbebaute Grundstück als Sicherheit für Zahlungsausfälle "belastet". Die Hypothek wird laut deutschem Sachenrecht zu den Grundpfandpflichten gezählt. Somit kann eine Zwangsvollstreckung gem. §1147 BGB vom Gläubiger eingeleitet werden, wenn der Schuldner seinen Zahlungen nicht mehr nachkommt. Auch für Schiffe gibt es ein gesondertes Pfandrecht, die Schiffshypothek.

 

Hypothekenbanken

Hypothekenbanken sind Institute, die sich traditionell auf langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte Finanzierungen, vor allem Festzinshypotheken, spezialisiert haben. In Deutschland gibt es derzeit ca. 20 Hypothekenbanken, die dem Hypothekengesetz unterliegen.

Inzahlungnahme

Bei Abschluss eines Vertrages über einen Autokauf kann eine Anzahlung auch durch die Inzahlungnahme eines Gebrauchtfahrzeuges geleistet werden.

 

Jahresleistung

Bei einem Annuitätsdarlehen wird die Jahresleistung (auch Annuität genannt) aus dem Nominalbetrag des Darlehens, dem Zinssatz und dem Tilgungssatz berechnet.


 

Katasteramt

Das Katasteramt (Liegenschaftsamt) führt die Verzeichnisse mit den "technischen" Eigenschaften der jeweiligen Grundstücke einer Gemeinde. Das Katasteramt stellt Auszüge aus dem Liegenschaftsbuch sowie Lagepläne (Flurkarten) zur Verfügung, die für die Beantragung einer Baufinanzierung notwendig sind.

 

Konditionen

Die Konditionen sind die Bedingungen, zu denen das Kreditinstitut ein Darlehen zur Verfügung stellt. Generell beinhalten die Bedingungen den Nominalzins, den Auszahlungskurs, die Dauer der Zinsfestschreibung, den Tilgungssatz und den Tilgungsbeginn (Tilgung), die Bereitstellungszinsen sowie die Bearbeitungsgebühren. Alle Einzelkonditionen sollten sie sorgfältig vergleichen, um bessere Darlehensangebote aufdecken zu können.

 

Konditionsanpassung

Hypothekenbanken garantieren für mehrere Jahre einen festen Zinssatz. Vor Ablauf dieser Zinsfestschreibung müssen für einen weiteren Zeitraum neue Konditionen festgelegt werden. Daher unterbreitet das Kreditinstitut dem Darlehensnehmer ein neues Zinsangebot. Falls der Darlehensnehmer nicht mit diesem Angebot einverstanden ist, muss er den fälligen Restbetrag an das Kreditinstitut zurückzahlen. Üblicherweise lässt der Darlehensnehmer den Restbetrag dann durch ein anderes Unternehmen finanzieren (Umschuldung). Der Vorgang der Konditionsanpassung wird auch als Zinsanpassung oder Prolongation bezeichnet.

 

Konsumkredit

Der Konsumkredit ist ein Kredit, der nicht an eine spezielle Investition oder ein Objekt gebunden ist. Der Kredit wird für alle möglichen Konsumzwecke benötigt. Allerdings sind hier die Zinsen höher als bei zweckgebundenen Krediten. (zum Beispiel Immobilien-Darlehen)

 

Kreditgebühr

Kreditgebühr bedeutet die Gesamtsumme der Zinszahlungen. Sie wird nach folgender Formel berechnet: ( Nettodarlehensbetrag x Zinssatz pro Monat x Vertragslaufzeit in Monaten ) / 100

 

Kreditkonsolidierung

Wenn mehrere Kredite bestehen, kann ein einziges Darlehen aufgenommen werden, das alle bestehenden Schulden zusammengefasst ablöst. Dies ist vor allem zu empfehlen, wenn die Summe der Zinszahlungen der einzelnen Kredite die Zinszahlungen des neuen Gesamtkredites übertrifft.

 

Kreditleihe

Durch eine Kreditleihe kann das Kreditinstitut dem Kreditnehmer seine eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung stellen (Avalkredit oder Akzeptkredit).

 

Kreditlinie

Wird auch als Kreditlimit bezeichnet. Die Kreditlinie ist der maximale Kreditbetrag, der dem Kreditnehmer eingeräumt wird.

 

Kreditrechner

Ein Kreditrechner berechnet in der Regel aufgrund eines gewünschten Kreditbetrages den effektiven Jahreszins, die Monatsraten und die Gesamtkosten des Kredites.

 

Kreditwürdigkeit

Jedes Kreditinstitut prüft vor der Kreditvergabe die Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Hierbei wird berechnet, ob er nach Abzug von Beträgen, die für seine Lebenshaltung notwendig sind, die laufenden Kreditkosten (Belastung) tragen kann. Zusätzlich wird noch eine Auskunft bei der Schufa eingeholt.

 

Kündigung

Wenn der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nachkommt, dürfen Hypothekendarlehen von Seiten der Bank nicht gekündigt werden. Im Gegensatz dazu kann der Darlehensnehmer den Kredit oftmals zu einem vertraglich bestimmten Termin kündigen. In der Regel zum Ablauf der Zinsfestschreibung.

 

Laufzeit

Die Laufzeit ist in der Regel der Zeitraum bis zur endgültigen Tilgung des Kredites. Die Laufzeit ist nicht mit der Zinsbindungsfrist zu verwechseln. Die Zinsbindungsfrist ist der Zeitraum, für den die Konditionen gültig sind.

 

Leasing

Leasing bedeutet die zeitlich begrenzte Gebrauchsüberlassung von Wirtschaftsgütern gegen Entgelt. (zum Beispiel von Kraftfahrzeugen). Das Wort "Leasing" kommt aus dem Englischen: to lease = vermieten, verpachten. Der Kunde zahlt lediglich für die Nutzung des Kfz und gibt es nach Ende der Laufzeit wieder an den Leasinggeber zurück. Leasingraten könne steuerlich geltend gemacht werden und sind daher für Geschäftskunden interessant.

 

Leasinggeber

Der Leasinggeber ist die Leasinggesellschaft. Diese stellt das Leasingobjekt dem Leasingnehmer zur Verfügung. Der Leasinggeber ist der Eigentümer am Leasingobjekt.

 

Leasingnehmer

Der Leasingnehmer least und nutzt das Leasingobjekt des Leasinggebers.

 

Leasingraten

Leasingraten sind monatlich zu zahlende Raten zur Schuldentilgung.

 

Leasingsonderzahlung

Die Leasingsonderzahlung reduziert die monatlichen Leasingraten. In Abhängigkeit von der Bonität des Kunden oder von der gewählten Leasingvariante kann eine Leasingsonderzahlung festgelegt sein.

 

Liquidität

Durch Liquidität ist man in der Lage, Geldmittel zur Verfügung zu stellen. (Umgangssprachlich: Der Kunde ist flüssig)

 

Mehrerlösvertrag

Bei dieser Vertragsart wird das Fahrzeug nach Ablauf der Grundmietzeit durch den Leasinggeber veräussert. Wird dadurch ein Gewinn erzielt, erhält vom Mehrerlös der Kunde 75 Prozent und die Leasinggesellschaft 25 Prozent. Einen Mindererlös trägt der Kunde zu 100 Prozent.

 

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer fällt bei Finanzierungsprodukten nicht an. Beim Leasing werden die Raten grundsätzlich ohne Mehrwertsteuer kalkuliert. Auf die monatliche Nettoleasingrate wird der jeweils aktuelle Mehrwertsteuersatz aufgeschlagen und gesondert ausgewiesen.

 

Mikrokredite

Ein Mikrokredit ist ein kleiner Kredit, der nicht höher als 1.000 Euro ist. In Entwicklungsländern finden diese Kredite eine zunehmende Verbreitung, denn dies ermöglicht den dort lebenden Menschen sich eine Existenz mit einem eigenen Unternehmen aufzubauen. Solche Mikrokredite werden von Mikrofinanz-Instituten vergeben, die überwiegend an Hilfs-, und Entwicklungsorganisationen gebunden sind.

 

Mitschuldner

Ein Mitschuldner ist ein Darlehensnehmer (beispielsweise Ehepartner), der als Gesamtschuldner ebenfalls in der Haftung ist.

 

Monatliche Rate

Die monatliche Rate ist der Betrag, den der Kreditnehmer monatlich der Bank oder Leasinggesellschaft schuldet.

 

Z
 
  • 2: Versicherung.
    • 2.1: Rechtsschutzversicherung.
    • 2.2: Autoversicherung.
    • 2.3: Hausratversicherung.
    • 2.4: Gebäudeversicherung.
    • 2.5: Haftpflichtversicherung.
    • 2.6: Unfallversicherung.
  • 3: Vorsorge.
    • 3.1: Die private Altersvorsorge.
    • 3.2: Riester-Rente & Förderung.
    • 3.3: Berufsunfähigkeitsversicherung.
    • 3.4: Private Krankenversicherung.
    • 3.5: Krankenzusatzversicherung.
  • 4: Geldanlagen.
    • 4.1: Tagesgeld Vergleich.
    • 4.2: Festgeld Vergleich.
    • 4.3: Private Banking.
  • 5: Fonds.
  • 6: Börse.
    • 6.1: Börsenkolumne USA.
    • 6.2: Kostenloses Aktiendepot.
  • 7: Konten.
    • 7.1: Kostenloses Girokonto.
    • 7.2: Kreditkarten Vergleich.
  • 8: Kredite.
    • 8.1: Kreditvergleich.
    • 8.2: Kreditrechner.
    • 8.3: Baufinanzierung.
    • 8.4: Sofortkredit.
    • 8.5: Privatkredit.
  • 9: Service.
  • 10: Blog.
  • 11: Übersicht.
  • 1: Kreditvergleich & Test .
  • 2: Rechner für Kreditzinsen.
  • 3: Kredite für Selbstständige.
  • 4: Kredite von privat.
  • 5: Forward-Darlehen.
  • 6: Dispokredit .
  • 7: Umschuldung Kredit.
  • 8: Mietkauf.
  • 9: Baufinanzierung.
  • 10: Fragen & Antworten.
  • 1: Kredit ohne Schufa.
  • 2: Schweizer Kredit.
  • 3: Info zur Schufa.
  • 4: Schufa-Scoring.
  • 1: Kreditlexikon.
  • 2: Prozessfinanzierung.
  • 3: Kredit Gesetzestexte.

  




Kreditl


Nachfinanzierung

Eine Nachfinanzierung ist notwendig, wenn die ursprünglich geplanten Kosten eines Baus überschritten werden. Wenn allerdings die Beleihungsgrenze des Darlehensnehmers erreicht ist, wird eine Nachfinanzierung nicht immer genehmigt.

 

Nachrangfinanzierung

Als Nachrangfinanzierung werden Darlehen bezeichnet, die nach bereits vorhandenen Grundpfandrechten in das Grundbuch eingetragen werden, und daher in der Rangfolge untergeordnet sind. Nachrangfinanzierungen sind teurer als erstrangige Darlehen, da deren Gläubiger erst nach den vor ihnen stehenden befriedigt werden können.

 

Nebenleistungen

Zahlungsverpflichtungen eines Darlehensnehmers sind sogenannte Nebenleistungen. Beispielsweise können Nebenleistungen Bereitstellungszinsen und Schätzgebühren sein.

 

Nettodarlehensbetrag

Der Nettodarlehensbetrag ist der Betrag, den der Kunde zur Verfügung gestellt bekommt. (Auch Auszahlungsbetrag genannt).

 

Nichtabnahmeentschädigung

Eine Nichtabnahmeentschädigung wird fällig, wenn der Darlehensnehmer ein vereinbartes Darlehen nicht abnimmt. Das Kreditinstitut verlangt Schadensersatz für die Aufwendungen, die zur Geldmittelbeschaffung bereits getätigt worden sind.

 

Nominalbetrag

Der Nominalbetrag ist der Nennbetrag eines Darlehens, der im Darlehensvertrag steht. Der eigentliche Auszahlungsbetrag ist jedoch häufig niedriger als der Nominalbetrag.

 

Nominalzins

Der Nominalzins ist der vereinbarte Prozentsatz, zu dem ein Kredit verzinst wird.

 

Notaranderkonto

Ein Notaranderkonto ist ein Bankkonto eines Notars, das der treuhändischen Verwahrung von Fremdgeldern dient. Notaranderkonten können dafür benutzt werden, Darlehen vorzeitig auszubezahlen, obwohl die Grundschuld noch nicht eingetragen wurde.

 

Notarbestätigung

Die Notarbestätigung (Rangbescheinigung) ist eine formelle Bestätigung eines Notars gegenüber dem Kreditinstitut. Sie bestätigt die Möglichkeit der rangrichtigen Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch. Aufgrund der Notarbestätigung kann das Kreditinstitut ein Darlehen ausbezahlen, bevor die Grundschuld in das Grundbuch eingetragen ist.

 

Notarielle Beurkundung

Notarielle Beurkundungen sind insbesondere bei Grundstückskaufverträgen sowie bei der Belastung von Grundstücken mit einer Grundschuld (Grundschuldbestellung) durch den Gesetzgeber vorgeschrieben.

 

Objektkredit

Ein Objektkredit ist ein Darlehen, das durch eine Grundschuld abgesichert ist.

 

Pfandbriefe

Hypothekenbanken geben festverzinsliche Wertpapiere (Pfandbriefe) aus. Pfandbriefe werden jedes Jahr mit dem gleichem Zinssatz verzinst. Sie dienen den Hypothekenbanken zur Mittelbeschaffung (Refinanzierung) für Hypothekendarlehen.

 

Preisangabenverordnung

Die Preisangabenverordnung (PangV) schreibt vor, dass bei Krediten die jährliche Gesamtbelastung in Prozent als Preis angegeben werden muss. Sind die Konditionen für die komplette Laufzeit eines Kredites gültig, spricht man bei dem Prozentsatz von effektivem Jahreszins. Ist jedoch eine Zinssatzänderung während der Laufzeit des Kredites möglich, spricht man von anfänglichem effektivem Jahreszins.

 

Prepaid-Kreditkarte

Bei einer Prepaid-Kreditkarte handelt es sich um eine Kreditkarte, die ideal für Menschen geeignet ist, die einen negativen Eintrag bei der Schufa haben. Der Inhaber muss nur einen Geldbetrag auf die Kreditkarte einzahlen und kann dann diesen Betrag wie bei einer herkömmlichen Kreditkarte zum Bezahlen nutzen. Ein Kreditrahmen gibt es bei der Prepaid Kreditkarte nicht bzw. nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dies hat aber auch den Vorteil, dass das Kreditkartenkonto nicht überzogen werden kann.

 

Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz ist eine Verbraucherinsolvenz und bedeutet die Überschuldung eines Verbrauchers - die eigenen finanziellen Mittel reichen nicht mehr aus, um offene Rechnungen und Kreditbeträge zu zahlen. Eine Privatinsolvenz wird beantragt und dauert in Deutschland sechs Jahre. Während dieser Zeit, die Wohlverhaltensphase genannt wird, darf der Verbraucher keine neuen Kredite aufnehmen und jeder Euro, der über die festgelegte Pfändungsfreigrenze geht, fließt an die Gläubiger.

 

Prolongation

Vor Ablauf einer Zinsfestschreibung müssen für einen weiteren Zeitraum neue Konditionen festgelegt werden. Hierbei unterbreitet das Kreditinstitut dem Darlehensnehmer ein Angebot, das sich nach dem aktuellen Kapitalmarktzins richtet. Falls der Darlehensnehmer nicht mit diesem Angebot einverstanden ist, muss er den fälligen Restbetrag an das Institut zurückzahlen. In der Regel nimmt er dann eine Umschuldung vor. Die Verlängerung (Prolongation) wird auch als Bedingungsanpassung oder Zinsanpassung bezeichnet.

 

Rangbescheinigung

Die Rangbescheinigung ist eine Bestätigung eines Notars (Notarbestätigung) gegenüber dem Kreditinstitut. Sie bescheinigt die Möglichkeit der rangrichtigen Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch. Durch diese Bescheinigung kann ein Darlehen ausbezahlt werden, noch bevor die Grundschuld in das Grundbuch eingetragen ist

 

Rangstelle

Sind im Grundbuch mehrere Gläubiger mit einer Grundschuld eingetragen, sagt die Rangstelle die Reihenfolge aus, in der die Gläubiger für den Fall einer Zwangsvollstreckung aus dem Erlös befriedigt werden.

 

Ratenkredit

Bei einem Ratenkredit handelt es sich um ein Darlehen, welches in monatlichen Raten an die Bank oder Kreditgesellschaft zurückgezahlt wird. Die Ratenkredite werden vorwiegend von Privatkunden zur Finanzierung einer größeren Anschaffung wie etwa einer Küche, eines Computers oder Autos genutzt. In den monatlichen Raten sind die Bankgebühren, Zinsen, Restschuldversicherung und die eigentliche Darlehenstilgung enthalten.

 

Realkredit

Ein Realkredit wird in der Regel durch die Verpfändung von Grundstücken gesichert. Der Realkredit wird durch die Eintragung einer Grundschuld wirksam. Ein Realkredit liegt innerhalb der ersten 60 Prozent des Beleihungswertes.

 

Realkreditinstitute

Als Realkreditinstitute werden Hypothekenbanken und öffentlich-rechtliche Banken bezeichnet. Diese Banken bieten Realkredite an, mit denen die Bankkunden zum Beispiel ein Haus bauen oder kaufen können. Realkreditinstitute haben sich auf langfristige, durch Grundschuldeintragungen gesicherte Finanzierungen, vor allem Festzinshypotheken, spezialisiert. Hypothekenbanken beschaffen ihre Mittel meist durch den Verkauf von Pfandbriefen.

 

Refinanzierung

Bei einer Refinanzierung handelt es sich um eine Kapitalbeschaffung einer Bank. Diese wird dazu genutzt, um neue Kredite vergeben zu können. Bei der Refinanzierung gelten jedoch strenge Vorschriften, die unter anderem vorgeben, dass ein prozentualer Anteil aus eigenen Mitteln eingebracht werden muss.

 

Restkaufpreis

Der Restkaufpreis ist Grundlage zur Prämienberechnung der Restschuldversicherung und der Verkäuferprovision.

 

Restschuld

Die Restschuld nennt den Schuldenstand des Darlehens am Ende der vereinbarten Zinsbindung.

 

Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung bezahlt im Todesfall des Darlehensnehmers die ausstehenden Kreditverpflichtungen weiter. Der Versicherungsbetrag ist hierbei abhängig von der Kredithöhe.

 

Restwert

Der buchhalterische Wert eines Gebäudes wird als Restwert bezeichnet. Er berechnet sich aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der Abschreibungen.

 

Restwertvertrag

Bei einem Restwertvertrag trägt der Kunde das Risiko. So wird das Fahrzeug am Vertragsende durch DEKRA oder TÜV geschätzt. Dieser Schätzwert wird mit dem Restwert verglichen.

 

Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung sichert die Familie oder das Darlehen im Todesfall des Hauptverdieners ab. Sie kann helfen, die bestehenden Verpflichtungen zu begleichen oder abzulösen. Bei einer Baufinanzierung sollte nicht auf eine Risiko-Lebensversicherung verzichtet werden.

 

Rückgewähransprüche

Wenn der Kreditnehmer seine Verpflichtungen vollständig erfüllt hat, hat er Rückgewähransprüche auf Löschung der Grundschuld.

 

Rücktritt

Das Kreditinstitut kann vor Auszahlung des Kredites vom Darlehensvertrag zurücktreten, wenn festgestellt wird, dass die Auszahlungsvoraussetzungen nicht erfüllt werden. Das Kreditinstitut kann dann Schadensersatz wegen Nichterfüllung ( Nichtabnahmeentschädigung ) fordern.

 

Rückzahlung

Die Rückzahlungen sind die regelmässigen Zahlungsleistungen des Darlehensnehmers zur Rückführung eines Kredites (auch Jahresleistung genannt). Wenn ein Kunde einen Kredit bei einer Bank aufnimmt, dann ist er zu einer Rückzahlung des geliehenen Geldes verpflichtet. Mit monatlichen Kreditraten wird die Kreditsumme an das Kreditinstitut zurückgezahlt. In dieser monatlichen Kreditrate sind der aufgenommene Geldbetrag, mögliche Gebühren, Versicherungen und die Zinsen enthalten. Die Rückzahlung erfolgt in einer festgelegten Zeitspanne und wird zwischen der Bank und dem Kreditnehmer vertraglich vereinbart.

 

Schätzung

Führt ein vereidigter Sachverständiger eine Schätzung einer Immobilie durch, um den Beleihungswert festzustellen, so stellt der Kreditgeber dem Darlehensnehmer Schätzgebühren in Rechnung. Diese Gebühr kann als Pauschale berechnet werden oder ein fester Prozentsatz, meistens 0,2 bis 0,5 Prozent des Immobilienwertes, sein.

 

Schätzgebühren

Ein Sachverständiger kann im Auftrag eines Kreditinstituts den Wert einer Immobilie schätzen. Die Schätzung dient der Ermittlung des Beleihungswertes. Diese berücksichtigt Lage des Grundstücks, Zustand des Gebäudes, örtliche Marktverhältnisse sowie gegebenenfalls erzielte Mieterträge. Sie wird auch Taxe oder Wertgutachten genannt.

 

Schlussrate

Die letzte Rate bei der Schlussratenfinanzierung nennt sich Schlussrate. Mit dieser Rate löst der Darlehensnehmer das Darlehen vollständig ab.

 

Schlussratenfinanzierung

Bei der Schlussratenfinanzierung wird während der Kreditlaufzeit das Darlehen nur zu einem geringen Teil getilgt und am Vertragsende mit einer höheren Schlussrate komplett abgelöst.

 

Schufa

Die Schufa Holding AG (früher Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Kreditinstitute und anderer kreditgebender Wirtschaftsunternehmen. Sie hat die Aufgabe, ihre Mitgliederinstitute vor Verlusten bei Kreditgeschäften schützen, sowie Kreditnehmer vor übermässiger Verschuldung zu bewahren. Die Schufa erhält deshalb Informationen zur Beurteilung der Bonität der Kreditnehmer und stellt diese ihren Mitgliedsinstituten zur Verfügung.

 

Schufa-Auskunft

Die Schufa-Auskunft teilt ihren Mitgliedern mit, wie die Bonität, also die finanzielle Lage, einer Privatperson ist. Dabei wird zwischen positiven und negativen Punkten unterschieden. Bei positiven Punkten handelt es sich um Bürgschaften, Leasinggeschäfte, Kontoanträge & Daten zu Girokonten, Kreditanträge und Kreditkarten. Als negative Punkte gelten nicht bezahlte Rechnungen, Mahnungen, die Eidesstattliche Versicherung, Eröffnung einer Verbraucherinsolvenz, Missbrauch von Schecks, Girokonto-Kündigung und Kündigung eines Konsumentenkredits, weil zwei Ratenzahlungen mindestens in Verzug sind.

 

Schufa-Scoring

Das Schufa-Scoring ist eine Risikoeinschätzung, mit dem das Kreditrisiko bestimmter Personengruppen errechnet wird. Dabei werden die Merkmale der Personengruppe wie Wohnort, Alter, Einkommen, Familienstand usw. mit dem Kreditantragsteller verglichen. Sollte die Personengruppe ein zu hohes Kreditrisiko haben, dann erhält der Kreditnehmer meist keinen Kredit, selbst wenn er bisher keine Zahlungsschwierigkeiten hatte. Die Schufa errechnet den Score für Banken, Sparkassen, Hypothekenbanken, Einzelhandel und Telekommunikationsunternehmen. Bei der Schufa Businessline werden Scorewerte für Kleinunternehmer, Gesellschafter, Geschäftsführer und Freiberufler errechnet. Jeder Bürger kann auf www.meineschufa.de seine Schufa-Einträge einsehen oder diese bei den Filialen der Schufa kostenfrei abholen.

 

Schuldübernahme

Mit Einverständnis aller Vertragsparteien kann ein neuer Darlehensnehmer einen bestehenden Kredit übernehmen. In diesem Fall spricht man von Schuldübernahme.

 

Schuldzinsenabzug

Beim Schuldzinsenabzug können die Kreditzinsen bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung steuermindernd als Werbungskosten abgesetzt werden.

 

Selbstschuldnerische Bürgschaft

Bei der selbstschuldnerischen Bürgschaft verpflichtet sich eine Privatperson gegenüber dem Darlehensgeber, für die Erfüllung der Verpflichtungen des Darlehensnehmers einzustehen. Bei dieser Art der Bürgschaft kann der Bürge sogar in Anspruch genommen werden, ohne dass die Zahlungsunfähigkeit des Hauptschuldners feststehen muss.

 

Serviceleasing

Services können einen Leasingvertrag ergänzen und bestehen aus einzelnen Dienstleistungen, die individuell miteinander kombinierbar sind. Beispielsweise: Wartung, Reparatur, Fahrzeugversicherung, Reifenersatz und Kfz-Steuer.

 

Sicherheiten

Sicherheiten dienen der Absicherung eines Darlehens. Bei Darlehen behält sich die Bank als Sicherheit grundsätzlich das Eigentum bis zur endgültigen Tilgung vor. In der Regel erfolgt die Sicherung durch die Eintragung einer Grundschuld.

 

Sicherungszweckerklärung

Die Sicherungszweckerklärung ist eine Vereinbarung zwischen Bank und Darlehensnehmer über den Umfang der Grundschuldabsicherung.

 

Sondertilgung

Sondertilgungen sind einmalige Rückzahlungen auf die Darlehensschuld ausserhalb der normalen Ratenzahlungen. Sondertilgungen können im Kreditvertrag ausgeschlossen oder auf maximal 5 Prozent der Gesamtschuld pro Jahr begrenzt sein.

 

Sonderzahlung

Eine Sonderzahlung reduziert die monatlichen Leasing- oder Kreditraten. Sonderzahlungen können manchmal vorgeschrieben sein. Auch ein Gebrauchtfahrzeug kann als Sonderzahlung eingebracht werden.

 

Spekulationsfrist

Die Spekulationsfrist ist der Zeitraum, in dem Gewinne mit der Spekulationsteuer versteuert werden müssen. Bei selbstgenutzten Immobilien existiert keine Spekulationsfrist mehr, bei Kapitalanlegern wurde hingegen die Spekulationssteuer bei Immobilien von zwei auf zehn Jahre verlängert. Falls der Kapitalanleger die Immobilie innerhalb dieser zehn Jahre verkauft, muss der Wertzuwachs (Verkaufspreis minus Kaufpreis) versteuert werden. Wurde das Objekt nach 1995 erworben, werden auch noch Abschreibungen dem Verkaufsgewinn hinzugerechnet.

 

Taxe

Ein Bau-Sachverständiger kann den Wert eines Objektes schätzen. Dies dient der Ermittlung des Beleihungswertes. Die Schätzung berücksichtigt Lage des Grundstücks, Zustand des Gebäudes, örtliche Marktverhältnisse sowie erzielte Mieterträge, falls vorhanden. Sie wird auch Wertgutachten genannt.

 

Taxkosten

Schätzt ein Bau-Sachverständiger eine Immobilie zur Feststellung des Beleihungswertes, so stellt der Kreditgeber dem Kreditgeber Taxkosten (auch Schätzgebühren genannt) in Rechnung. Dies kann eine Pauschalgebühr oder ein fester Prozentsatz (in der Regel 0,2 bis 0,5 Prozent des Objektwertes) sein. Meistens werden die Taxkosten bei der Auszahlung des Darlehens einbehalten.

 

Teilamortisation

Die Teilamortisation ist eine Vertragsvariante im Leasing. So wird während der Laufzeit nur ein gewisser Teil des Fahrzeugwertes amortisiert, der Restwert ist bei Vertragsende vom Leasingnehmer zu zahlen oder das geleaste Objekt muss an den Leasinggeber zurückgegeben werden.

 

Teilauszahlung

Bei einem Neubau zahlt das Kreditinstitut das Darlehen je nach Baufortschritt in Teilbeträgen aus. Die erste Tilgung setzt dann nach vollständiger Auszahlung des Darlehensbetrages ein

 

Teilauszahlungszuschläge

Bis zur vollständigen Auszahlung des Kreditbetrages, verlangen einige Banken einen erhöhten Nominalzins. Dieser Aufschlag wird Teilauszahlungszuschlag genannt.

 

Tilgung

Die Fachbezeichnung Tilgung steht für eine vereinbarte Rückzahlung eines Kredites. Dabei kann die Tilgung auf einmal, in monatlichen Raten oder in unregelmäßigen Abständen erfolgen. Eine Tilgung findet bei Krediten, Hypotheken, Darlehen und Anleihen statt. Eine Rückzahlung in monatlichen Raten wird meist bei Darlehen und Krediten vereinbart und ist in einem Tilgungsplan festgehalten. Bei Anleihen und Hypotheken findet eine unregelmäßige Tilgung statt.

 

Tilgungsaussetzung

Darlehensgeber und Darlehensnehmer können vereinbaren, dass die Tilgung ausgesetzt wird, wenn beispielsweise ein Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung zur endfälligen Tilgung verwendet wird.

 

Tilgungsfreijahre

Um die ersten Jahre einer Finanzierung zu überbrücken, räumen die Banken häufig Tilgungsfreijahre ein. In den ersten Jahren wird auf die Tilgung eines Kredites zu verzichtet, natürlich muss der Darlehensnehmer den Kredit in dieser Zeit verzinsen.

 

Tilgungshypothek

Die Tilgungshypothek ist die häufigste Darlehensform. Sie wird auch Annuitätendarlehen genannt.

 

Tilgungsplan

Aus dem Tilgungsplan geht der Zins- und Tilgungsverlauf hervor. Er kann die Kreditraten, den Zinsbetrag, den Tilgungsbetrag und die jeweilige Restschuld enthalten.

 

Tilgungsstreckung

Um die regelmässigen Belastungen des Kreditnehmers zu reduzieren, kann die Laufzeit eines Darlehens gestreckt werden, dass bedeutet verlängert werden.

 

Treuhandauszahlung

Treuhandauszahlungen sind Zahlungen an vertrauenswürdige Dritte. Über das Geld darf dann nur verfügt werden, wenn alle Auflagen erfüllt sind. Treuhandauszahlungen sind beispielsweise Überweisungen auf ein Notaranderkonto.

 

Treuhandkonto

Bei einem Treuhandkonto handelt es sich um ein Konto, wo das Geld fremder Personen verwaltet wird. Diese Kontoart wird vorwiegend bei der Immobilienfinanzierung eingesetzt. Seit dem Zeitalter des E-Commerce findet diese Art von Konto auch bei Online Geschäften Anwendung. Meist dient das für Käufer und Verkäufer als Sicherheit, denn die Waren müssen in der Regel per Vorauszahlung gekauft werden. Auf das Treuhandkonto kann nur der Treuhänder wie etwa ein Notar zugreifen.

 

Überführungskosten

Überführungskosten sind Kosten für den Transport eines Kraftfahrzeuges. Sie sind vom Autokreditnehmer direkt an das Autohaus zu zahlen, können aber auch in die Autofinanzierung mit einbezogen werden.

 

Umschuldung

Wenn die Zinsen fallen, könnte sich für bestehende Kredite mit Restlaufzeiten von ein bis zwei Jahren eine Umschuldung lohnen. Bei der Umschuldung wird der teurere Kredit durch einen in der Regel günstigeren Kredit abgelöst. Für Kredite mit Restlaufzeiten von mehr als zwei Jahren ist eine Umschuldung meistens nicht zu empfehlen, da der bisherige Kreditgeber eine Entschädigung für den entstehenden Zinsverlust, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, verlangen kann.

 

Valutierung

Die Valutierung ist die Auszahlung des Darlehens, wenn alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei Neubauten erfolgt die Valutierung in Teilbeträgen nach dem Baufortschritt; beim Kauf von fertigen Gebäuden in einer Summe.

 

Variabler Zinssatz

Der variable Zins ist ein flexibler, nicht fester Zinssatz, der verändert werden kann. Bei einem Darlehen mit variablem Zinssatz wird dieser durch die Bank ständig an die jeweiligen Marktbedingungen angepasst. Die Konditionen dieses Darlehens sind in der Regel günstiger als solche mit festem Zinssatz. In den meisten Fällen orientieren sich die Banken an den aktuellen Marktbedingungen, was für den Kreditnehmer immer das Risiko beinhaltet, einen teureren Kredit zurückzahlen zu müssen als er eigentlich aufgenommen hat. Nachteile sind demnach die unvorhersehbaren Möglichkeiten von stark steigenden Zinsen und sich ständig verändernden Belastungen.

 

Verbraucherkreditgesetz

Das Verbraucherkreditgesetz soll Verbraucher seit 1991 vor missbräuchlichen Kreditbedingungen schützen und Wettbewerbsverzerrungen vermeiden.

 

Verbundfinanzierung

Von einer Verbundfinanzierung spricht man, wenn die Bank aus Eigenmitteln und/oder aus einem Paket von Krediten verschiedener Banken Darlehen zur Verfügung stellt.

 

Verkehrswert

Der Verkehrswert einer Immobilie ist der Wert, der zu einer bestimmten Zeitpunkt ermittelt wurde und dem Verkaufspreis der Immobilie zu jenem Zeitpunkt entspricht.

 

Versicherungsdarlehen

Lebensversicherungsgesellschaften bieten Versicherungsdarlehen zur Baufinanzierung an. Diese können mit Hypothekendarlehen kombiniert werden. Anstelle einer Tilgung werden Beiträge zur Lebensversicherung gezahlt. Die Auszahlungssumme am Ende der Laufzeit steht dann nur für die Tilgung des Darlehens zur Verfügung. Der Beleihungswert dieser Versicherungsdarlehen beläuft sich auf maximal 40 bis 60 Prozent.

 

Verzugszinsen

Der Kreditgeber stellt dem Kreditnehmer Verzugszinsen in Rechnung, wenn dieser seinen Zinsverpflichtungen nicht nachkommt.

 

Vollamortisation

Begriff aus dem Leasingbereich. Im Gegensatz zur Teilamortisation wird bei der Vollamortisation der volle Kaufpreis getilgt. Vollamortisationen werden in der Regel für Zubehör (beispielsweise die Dachbox) angewendet, da dieses nach Ende der Laufzeit in das Eigentum des Kunden übergeht.

 

Vorfälligkeitsentschädigung

Das Kreditinstitut verlangt eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn ein Darlehen vor Ende der Fälligkeit ausserplanmässig zurückgezahlt wird. Die Vorfälligkeitsentschädigung soll den entgangenen Zinsverlust des Kreditinstitutes abfedern.

 

Vorlasten

Vorlasten sind neue Kredite, die als Grundschuld aufgenommen werden, obwohl bereits Grundschulden im Grundbuch eingetragen sind. Bei einer Zwangsvollstreckung werden die Gläubiger in der Reihenfolge der Auflistung dieser Grundschulden befriedigt.

 

Vorschaltdarlehen

Wenn bei einem Darlehen der Zins lediglich auf bis zu zwei Jahre festgeschrieben ist, nennt man dies Vorschaltdarlehen. Der Darlehensnehmer hat aber während der Laufzeit die Möglichkeit, jederzeit bei dem gleichen Kreditgeber anstelle des Vorschaltdarlehens ein Darlehen mit langfristigem Zins zu beantragen.

 

Vorvalutierungszuschlag

Ein Vorvalutierungszuschlag ist ein Darlehen, das zur Kaufpreisabwicklung ausgezahlt wird, bevor die Grundschuld eingetragen wurde.

 

Wertermittlung

Bei der Wertmermittlung wird der Wert einer Immobilie von einem Bausachverständigen geschätzt. Zunächst ermittelt er den Verkehrswert. Danach erstellt er das Beleihungswertgutachten, in dem er den Beleihungswert des Objektes festsetzt. Die Wertermittlung ist nicht umsonst, sie kostet ungefähr 0,25 Prozent der Darlehenssumme.

 

Wertgutachten

Ein Bausachverständiger kann in einem Wertgutachten den Wert einer Immobilie schätzen, damit der Beleihungswert ermittelt werden kann. Die Schätzung berücksichtigt die Lage des Grundstücks, Zustand des Gebäudes, örtliche Marktverhältnisse sowie gegebenenfalls erzielte Mieterträge. Sie wird auch Taxe genannt.

 

Wohnflächenberechnung

Die Wohnfläche einer Immobilie ist ein wichtiger Faktor zur Bewertung des Wohngebäudes. Deshalb fordert das Kreditinstitut vor Zusage eines Darlehens eine Wohnflächenberechnung.

 

Zinsanpassung

Die Kreditinstitute garantieren für ein längeren Zeitraum einen festen Zinssatz. Vor Ablauf dieser Zinsfestschreibung müssen für einen weiteren Zeitraum neue Zinskonditionen festgelegt werden. Hierbei wird dem Darlehensnehmer ein Angebot unterbreitet, das sich nach dem aktuellen Kapitalmarktzins richtet. Falls der Darlehensnehmer nicht mit diesem Angebot einverstanden ist, muss er den fälligen Restbetrag an das Institut zurückzahlen oder er lässt den Restbetrag dann durch ein anderes Kreditinstitut finanzieren (Umschuldung). Die Zinsanpassung wird häufig auch als Bedingungsanpassung oder Prolongation bezeichnet.

 

Zinsbindung

Die Zinsbindung ist ein im Darlehensvertrag festgelegter Zeitraum, in dem ein fester Zinssatz vereinbart ist. Am Ende muss der Zins und der Zinsbindungszeitraum neu verhandelt werden. Dabei kann das Darlehen auch bei anderen Bank weiterfinanziert werden. Die Zinsbindung wird auch Zinsfestschreibung genannt.

 

Zinsfestschreibung

Bei der Zinsfestschreibung bleibt der Zinssatz während eines festschriebenen Zeitraumes konstant. Meistens ist die Zinsfestschreibung auf 10, 15 oder 20 Jahre beschränkt. Die Zinsfestschreibung bietet gegenüber dem variablen Zinssatz den Vorteil, dass der Darlehensnehmer seine finanzielle Belastung langfristig planen kann.

 

Zinssatz

Bei dem Zinssatz ist normalerweise der Nominalzinssatz genannt. Damit ist der Prozentsatz pro Jahr vom Darlehensbetrag gemeint, der als Entgelt für die Kreditvergabe an den Darlehensgeber zu zahlen ist.

 

Zusatzsicherheiten

Die Banken können neben den normalen Sicherheiten noch Zusatzsicherheiten einfordern. Das können beispielsweise Bürgschaften, Abtretungen von Ansprüchen aus Lebensversicherungen oder aus Bausparverträgen sowie die Verpfändung von Bankguthaben und Wertpapieren sein.

 

Zwangsversteigerung

Bei der Zwangsversteigerung werden Gläubiger aus dem Verkaufserlös einer Immobilie des Schuldners befriedigt. Die erzielbaren Preise liegen meistens weit unter dem geschätzten Verkehrswert.

 

Zwangsverwaltung

Bei der Zwangsverwaltung bestellt das Amtsgericht einen Zwangsverwalter, der sich um die vermieteten Objekte eines Schuldners kümmert. Der Schuldner bleibt weiterhin Eigentümer, der Gläubiger wird aus den laufenden Erträgen der Immobilie (Miete, Pacht) befriedigt.

 

Zwangsvollstreckung

Eine Zwangsvollstreckung kann von einem Gläubiger beantragt werden, wenn er an sein ihm zustehendes Geld kommen möchte. Definition: Die Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche durch staatliche Zwangsmaßnahmen in das Vermögen des Schuldners. Die Zwangsvollstreckung erfolgt durch eine Zwangsversteigerung oder durch eine Zwangsverwaltung.

 

Zweckerklärung

Eine Zweckerklärung ist die Vereinbarung zwischen Bank und Darlehensnehmer über den Umfang der Grundschuld, die das Darlehen absichert.

 

Zwischenfinanzierung

Die Zwischenfinanzierung ist notwendig, wenn beispielsweise die Auszahlungsvoraussetzungen für ein Kredit noch nicht gegeben sind. Diese Darlehensart überbrückt kurzfristige Zeiträume bis zu dem Auszahlungszeitpunkt oder der Vereinbarung anderer Darlehen.